Zum Hauptinhalt springen
Postkarte vom Haus Weserblick an der Juliusplate, 1963 bis 1978

Seit 1945 an der Weser

In Berne blieb man gerne!

Historie vom Haus Weserblick

Viele Stammgäste kamen schon zu Zeiten von Ernst und Anneliese Habben. Sie wissen noch genau, wie alles begann.

Chronik

Von zwei Ölfässern zum Gästehaus

  1. Vor dem Krieg

    Schon vor dem Zweiten Weltkrieg gibt es auf der Juliusplate eine Gaststätte am Strand. Eine alte Postkarte zeigt sie als „Strandbad Juliusplate-Weser“.

    Alte Postkarte: Gaststätte mit Fachwerkpavillon und Gartentischen unter hohen Bäumen, Aufschrift Strandbad Juliusplate-Weser
    Postkarte „Strandbad Juliusplate-Weser“, vor 1939
  2. Nach dem Krieg

    Zwei alte Ölfässer mit einem Brett darüber dienten dem gelernten Kaufmann Ernst Habben als improvisierter Verkaufstresen für Eis und Getränke. Ernst fuhr damals noch die Fähre über die Weser und betrieb den Stand in seiner Freizeit.

  3. Kiosk und Holzbaracke

    Das Geschäft floriert, aus dem Stand wird ein kleiner Kiosk, aus dem Kiosk eine größere Holzbaracke mit Sitzplätzen. Anneliese Habben und Gerda Engelke kümmern sich um die Gäste und sind die guten Seelen des Hauses. Auf einem Foto von 1958 drängen sich die Ausflügler vor der Baracke.

    Schwarzweißfoto von 1958: Ausflügler in Sommerkleidung vor der Holzbaracke mit dem Schild Weserblick
    1958: Ausflügler vor der Holzbaracke. Rechts mit weißer Mütze der damals vierjährige Jens Habben. Foto: Familie Habben
  4. Februar 1962

    Die verheerende Sturmflut zerstört die Holzbaracke zum wiederholten Male vollständig. Daraufhin entsteht ein festes Haus, das die Postkarte aus den Jahren 1963 bis 1978 zeigt. Ernst Habben widmet sich nun ganz der Gastronomie, das Weserblick wird zum bekannten Ausflugslokal.

    Schwarzweißfoto: das feste Haus auf Stelzen mit Außentreppe am Sandstrand, daneben ein großer Baum, rechts die Weser
    Das feste Haus am Strand, 1960er Jahre
  5. November 1965

    Eine Anzeige in der Nordwest-Zeitung lockt Ausflügler aus Oldenburg und Delmenhorst: eine halbe Stunde Autofahrt bis direkt an den Strom, mit Blick auf die vorbeiziehenden See- und Binnenschiffe und die beiden großen Autofähren. Im Restaurant finden 100 Gäste Platz, es gibt Kaffee und Kuchen, Mittagstisch und Abendbrot, für Vereine und Gesellschaften auch Kohl und Pinkel.

    Zeitungsanzeige des Restaurant Weserblick: Räucheraale, Brataale, Hähnchen und Krabbenbrote, Kohl und Pinkel für Vereine, unterzeichnet von Anneliese und Ernst Habben
    Anzeige in der Nordwest-Zeitung, November 1965
  6. 1975 und 1976

    Das Hochwasser bleibt eine ständige Bedrohung. In diesen beiden Jahren hat das Lokal besonders schwer mit dem Wasser zu kämpfen.

  7. 1978 bis 1979

    Ernst Habben übergibt das Restaurant seinem Sohn Jens. Der schafft eine dauerhafte Lösung gegen die Hochwassergefahr: Zwischen September 1978 und August 1979 entsteht ein vollkommen neues, hochwassersicheres Restaurant Weserblick.

    Schwarzweißfoto: das Restaurant von 1979 mit langem Fensterband auf hohem Sockel, davor Kinder am Strand
    Das hochwassersichere Restaurant von 1979, Blick vom Strand
  8. August 1981

    Jens Habben heiratet Ruth Vollrath. Den Polterabend feiert das Paar am 27. August im Restaurant Weserblick, die kirchliche Trauung folgt am Tag darauf, dem 28. August, in der St.-Aegidius-Kirche in Berne.

    Hochzeitsanzeige von Ruth Vollrath und Jens Habben mit Einladung zum Polterabend im Restaurant Weserblick
    Hochzeitsanzeige, August 1981. Abdruck mit Zustimmung von Ruth und Jens Habben
  9. 15. April 1994

    In der Nacht zerstört ein Brand das Restaurant vollständig. Mit großem Engagement und viel Liebe zum Detail wird das Weserblick in seiner heutigen Form komplett neu aufgebaut, nun mit Gästehaus und zwölf komfortablen Zimmern. Im Haus finden Familienfeiern mit bis zu 130 Personen, Tagungen und Betriebsfeste statt.

  10. Nach dem Wiederaufbau

    Eine Besonderheit des neuen Hauses: Per Lautsprecher erfahren die Restaurantgäste, welches Schiff gerade auf der Weser vorbeifährt, mit Größe, Baujahr und Herkunft.

  11. Seit 2024

    Unter der Führung von Familie Tebben: Gästezimmer mit Online-Buchung und Türcode, Ferienwohnungen nebenan, Restaurant und Café mit Jessi und Thomas. Familienfeiern, Tagungen und Betriebsveranstaltungen finden weiterhin im Haus statt.

Postkarten und Fotos

Aus dem Album

  • Postkarte mit fünf Ansichten: das Haus auf Stelzen, die Terrasse am Wasser, Segelboote und ein Frachter auf der Weser, zweimal der Gastraum
    Postkarte „Restaurant Weserblick, Ernst Habben, Juliusplate“
  • Postkarte mit vier Ansichten: Gäste auf der Terrasse, der Gastraum mit Panoramafenstern, Bäume am Ufer und Strandleben mit Badeaufsicht
    Postkarte „Restaurant Weserblick“ mit Terrasse, Gastraum und Strand
  • Schwarzweißfoto von 1964: das feste Haus auf Stelzen mit Außentreppe und umlaufendem Balkon
    Das feste Haus, 1964
  • Schwarzweißfoto: Hochwasser auf dem Parkplatz, dahinter das Restaurant Weserblick erhöht auf einem bepflanzten Hang mit Treppe
    Hochwasser auf dem Parkplatz vor dem Restaurant von 1979

Quellen: Angelika Wigger, „Der Weserblick an der Juliusplate“, in: Berne History. Heimatforschung und Chronistik der Gemeinde Berne, Nr. 1, August 2026; Anzeige in der Nordwest-Zeitung, November 1965. Bildnachweis: historische Aufnahmen aus Berne History Nr. 1, das Foto von 1958 und die Hochzeitsanzeige von 1981 aus dem Besitz der Familie Habben. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Angelika Wigger sowie Ruth und Jens Habben. Herzlichen Dank an Angelika Wigger, die die Geschichte des Weserblick aufgeschrieben hat.

Historische Postkarte mit vier Ansichten des Weserblick

Der Blick ist geblieben

Wir freuen uns, auch heute noch zahlreiche Stammgäste und neue Besucher zu begrüßen. Genießen Sie Ihren Aufenthalt bei uns und den einmaligen, unvergesslichen Blick auf die Weser.